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911 Cabrio
Wo soll man da anfangen….? Das
Angebot an Porsche 911 ist generell mit den Jahren extrem unübersichtlich
geworden. Faustwertig gilt: der 911 ist neu teuer,
wird dann mit den Jahren nur unwesentlich billiger und just in dem Moment, da
er für Normalverdiener erschwinglich werden könnte, so alt, dass er zum
Sammlerstück wird. Daher gilt hier vor allem ein: Wer vom 911er als Cabrio
träumt, sollte sich seiner Finanzen mehr als nur halbwegs sicher sein, die
Finanzdecke sollte besser bombensicher sein. Da ist zunächst einmal die Anschaffung: 20- 25 Jahre alte
Cabrios bekommt man schon unter 20.000€ - häufig jedoch ist deren Zustand nur
noch eingeschränkt gut. Tip: Lieber mal nach einem Targa schauen – der ist im Grunde auch nicht weniger offen,
in der Anschaffung jedoch immer ein paar Tausender billiger.
Wer ein Modell mit Substanz will, sollte – anderslautende Stammtisch-Meinungen hin oder her – mit einer
Summe oberhalb von 20.000€ bewaffnet sein. Es gibt zum Teil wirklich gepflegte
Exemplare unter dieser Summe – die haben dann aber auch schon mal 275.000 Kilometer
oder mehr drauf und könnten später extrem schwer
verkäuflich sein. Wer gerne einen 911er mit ESP möchte, weil Heckmotor auf
Nässe sein Tücken hat, spielt in einer Klasse ab 25.000€ - das jedoch ist gut
investiertes Geld. In der Klasse ab 30.000 tummelt sich dann so ziemlich alles
– von recht neu bis alt und top-restauriert Dann jedoch fängt der Spaß erst an. Während die Haftpflichversicherung für den 911 von jeher geschenkt ist,
ist es die Kasko definitiv nicht. Die jedoch sollte
man gerade beim Cabrio in jedem Falle haben. Neider schneiden hier und da immer
noch gerne das Dach auf und ähnliches – wer dann keine Kasko hat, der muss
schnell weit tiefer in die Tasche greifen.
Der Verbrauch des 11ers hält sich – für Sportwagenmaßstäbe –
in Grenzen – aber Polo TDI ist es eben auch nicht. Wenn wir bei Schmierstoffen
sind: ein 11er benötigt reichhaltige Schmierung – und nicht das billige
Baumarktzeug. Hier gilt ganz klar: keine Experimente! Ein Boxer ist ein Traum
an Drehfreude – und da will gescheit geschmiert sein – denn auch hier gilt
wieder: Geht was schief, ist mit dem Boxer nicht zu spaßen. Zylinderköpfe
[immer plural] zu schleifen, Gleitbuxen einzusetzen,
etc. verschlingt unter Freunden große 4stellige Summen. Daher: Wer sich all das erlauben kann, der kann hier viel
Freude haben, denn offen fahren macht mit dem unglaublichen geilen Sound im
Rücken einfach noch mal soviel Spaß. Unter Porsche Fans verpönt, im realen leben aber okay: 2 Tips – 1. Überlegen Sie genau, ob nicht ein Targa ebenso gut ist wie ein echtes Cabrio – 2. Die
angebotene Automatik harmoniert erstaunlich gut mit dem 911er!
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